Die Wiege, Berthe Morisot

Obwohl das impressionistische Talent von Berthe Morisot spät erkannt wurde, wurde es dennoch schon früh von Seiten der Kunstkritik gelobt. „Nichts ist wahrhaftiger und zugleich zärtlicher als diese Mutter, die sich über eine Wiege beugt, in der ein einschlafendes Kind mit zartrosa Wangen durch den blass schimmernden Mousseline sichtbar wird“, so schreibt der Kritiker Jean Prouvaire über „Le Berceau“. Dieses Gemälde, das das berühmteste der Künstlerin ist, wird 1874 im „Salon des Refusés“ ausgestellt, wo die 1. impressionistische Ausstellung stattfindet. Berthe Morisot ist die einzige Frau, die mit der avantgardistischen Künstlergruppe ausstellt. weiterlesen „Die Wiege, Berthe Morisot“

Ernest Pignon – Ernest, Aus der Serie „Epidemien“, Neapel

Für Ernest Pignon-Ernest ist die Straße nicht nur eine Quelle der Inspiration. Mit ihrem „poetischen, dramatischen und suggestiven Potential“ ist sie auch das Rohmaterial des Kunstwerkes! Als Pionier der Street-Art (1), klebt der aus Nizza stammende Künstler seit vierzig Jahren seine Zeichnungen an die Mauern der ganzen Welt. Die von ihm dargestellten Körper werden oft verherrlicht, oder aber gedemütigt, gepeinigt; sie leiden. Aber „das Kunstwerk ist nicht meine Zeichnung“, erklärt er.  „Dieses entsteht durch die Wirkung derselben am Ort!“ weiterlesen „Ernest Pignon – Ernest, Aus der Serie „Epidemien“, Neapel“

Der Walzer, Camille Claudel

Als Camille Claudel 1889 mit ihrer Arbeit an dem „Walzer“ beginnt, ist sie Schülerin im Atelier von Rodin. Für den Meister ist sie auch Muse, Mätresse und eine Nacheiferin, wovon sie sich zu befreien träumt, um ihren eigenen Stil durchsetzen zu können. Mythologische Sujets ablehnend, ist sie bestrebt körperliche und seelische Impressionen zum Ausdruck zu bringen. „Der Walzer“ veranschaulicht diese künstlerische Suche. weiterlesen „Der Walzer, Camille Claudel“

Straßencafé auf der Place du Form in Arles, am Abend – Van Gogh

Als er 1888 nach Arles kam, hatte Van Gogh nur eines im Sinn: den Nachthimmel zu malen, der ihn eindringlich faszinierte. Er hat diesem Sujet drei Gemälde gewidmet (1). Das erste davon trägt den Titel „Straßencafé auf der Place du Forum in Arles, am Abend („Terrasse du Café sur la Place du Forum à Arles, le soir“). Der Maler ist der Straße zugewandt, sodass er sie in ihrer Tiefe überblickt. Auf diese Art kann er das Bild um einige Elemente anreichern, darunter das Straßencafé, das von einer Gaslampe mit Licht durchflutet wird.

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Das Denkmal für Balzac – Auguste Rodin

1891 beschließt die „Société des Gens de Lettres“* den Autor der „Comédie humaine“ ** zu ehren und ihm ein Denkmal zu setzen. Rodin, der zu dieser Zeit noch weitgehend unbekannt ist, wird dennoch dazu auserwählt eine Statue anzufertigen, die im Palais Royal aufgestellt werden soll. Für die Arbeit an diesem Werk wird er all seine Kräfte freisetzen und seine ausgeprägte Hartnäckigkeit an den Tag legen. Welch eine Herausforderung…. in der Tat! Honoré de Balzac war eine große Persönlichkeit, deren körperliche Dimensionen nur von jenen seines Ansehens erreicht werden konnten. Darüber hinaus ist es Rodin gewohnt mit lebenden Modellen zu arbeiten. Balzac ist jedoch schon seit vierzig Jahren tot! weiterlesen „Das Denkmal für Balzac – Auguste Rodin“

Der Berg Sainte Victoire – Blick vom Steinbruch Bibémus – Paul Cézanne

Mit zunehmendem Alter zieht sich Cézanne, der Intelligentsia von Paris entfliehend, die ihn so oft verhöhnt hatte, in das ländliche Gebiet von Aix en Provence zurück. Seine Malutensilien auf den Schultern, durchwandert er unermüdlich die Landstriche, in denen er seine Jugend verbracht hat. Landschaften, die erfüllt sind von Gerüchen und Farben, aber zugleich karg und rau anmuten… weiterlesen „Der Berg Sainte Victoire – Blick vom Steinbruch Bibémus – Paul Cézanne“

Im Salon in der Rue des Moulins – Henri de Toulouse-Lautrec

Seit den 1890er-Jahren galt das Interesse von Henri de Toulouse-Lautrec dem Pariser Universum der Zerstreuungen: den Cafès, den Theatern, dem Zirkus, den Pferderennbahnen. Auch Szenen aus den Freudenhäusern wird der Künstler malen. Mit Ausnahme von zwei oder drei anzüglichen Bildern lehnt der aus Albi gebürtige Maler es jedoch ab, Prostituierte in obszönen, vulgären Darstellungen zu zeigen. weiterlesen „Im Salon in der Rue des Moulins – Henri de Toulouse-Lautrec“

Die Freiheit führt das Volk – Eugène Delacroix

„Die Freiheit führt das Volk“, ist ein mythisches Werk, welches im Jahr 1831 von Eugène Delacroix geschaffen wurde und eine Ikone der triumphierenden Republik darstellt. Viele Betrachter meinen im Übrigen, auf dem Gemälde eine Szene der Französischen Revolution erkennen zu können. Man schreibt jedoch das Jahr 1830 und Schauplatz ist ein Straßenkampf auf einer Barrikade in Paris. weiterlesen „Die Freiheit führt das Volk – Eugène Delacroix“